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Quartiers-projekt gestartet

Ein kurzer Austausch im Treppenhaus, ein gemeinsamer Spaziergang, Unterstützung beim Wechsel der Glühbirne, gemeinsame Mahlzeiten. Nachbarschaft kann so vielseitig sein, wenn sie Platz für Begegnungen bietet.

Genau hier setzt die Vision des von der Sozialbehörde Hamburg geförderten Projektes „Älter werden im jungen Eppendorf – Netzwerken zwischen Tarpenbek, Mühlenteich und UKE“ der Stiftung Anscharhöhe an. Gemeinsam möchten wir eine Anlaufstelle für Nachbarschaftshilfe und -aktivitäten etablieren. Das Motto „Nachbarschaft wie sie Ihnen gefällt“ ist dabei Dreh- und Angelpunkt der Arbeit. Wie der Projektname „Älter werden im jungen Eppendorf“ bereits verrät liegt der Schwerpunkt insbesondere auf der Vernetzung von älter werdenden Menschen (65+).

Doch was wird eigentlich unter „Nachbarschaft“ verstanden?

Eine „Nachbarschaft“ setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Zum einen besteht sie auf Grund ihrer räumlichen Nähe und zum anderen auf der Basis von sozialen Beziehungen. Damit soziale Beziehungen und somit nachbarschaftliche Strukturen entstehen können, sind unter anderem gemeinsame Interessen und Ziele der Bürger:innen notwendig.

Doch wie finden Sie heraus, ob Sie und Ihre Mitbürger:innen gemeinsame Interessen haben? Ob Sie sich gegenseitig weiterhelfen können? Ob Sie gemeinsam Ihre Ziele erreichen können?

Hierzu ein kurzes Beispiel:

Herr Müller aus der Frickestraße kocht unheimlich gerne und möchte nun ein Regal für seine Gewürze an die Wand bringen. Leider hat er kein passendes Werkzeug im Haus. In seinem Bekanntenkreis ist niemand, der:die über entsprechendes Werkzeug verfügt.

Frau Hase wohnt im Wendloher Weg und verfügt über einen sehr gut ausgestatteten Werkzeugkoffer, den sie nur ab und zu benötigt. Frau Hase würde sich gerne ehrenamtlich engagieren, weiß aber nicht genau wie und wo.

Herr Thomas, in der Wohnung neben Frau Hase, kocht genau wie Herr Müller sehr gerne. Allerdings kocht Herr Thomas nur in Gesellschaft. Da seine Bekannten nicht im näheren Umkreis wohnen und keine regelmäßigen Zeiten für das gemeinsame Kochen gefunden werden, kocht Herr Thomas nur selten.

Bisher besteht zwischen Herrn Müller, Frau Hase und Herrn Thomas kein persönlicher Kontakt, sondern lediglich die räumliche Nähe.

Kennen Sie ein solches Beispiel? Haben Sie ab und an ebenfalls Anliegen, die Sie ohne die Zusammenarbeit mit anderen nicht lösen können?

Nicht immer sind im Bekanntenkreis Menschen vorhanden, die über entsprechende Interessen, Kompetenzen oder ähnliches verfügen, um hier weiterzuhelfen. Mögliche Lösungen wären, für das oben erwähnte Beispiel, für Herrn Müller der Kauf von Werkzeug oder der Verzicht auf die Anbringung des Regales sowie für Herrn Thomas das weitere Ausbleiben von frisch gekochten Mahlzeiten oder das Auswärtsessen.

Stellen Sie sich nun vor, es bestünde eine entsprechende Anlaufstelle, an die sich die drei jeweils mit ihren individuellen Anliegen wenden könnten.

Das Szenario könnte so aussehen: Herr Müller und Frau Hase kommen durch eine entsprechende Anlaufstelle in Kontakt und Herr Müller könnte das Werkzeug von Frau Hase ausleihen. Herr Müller und Herr Thomas kommen in Kontakt und verabreden sich zu regelmäßigen Kochtreffen. Frau Hase ist von der Idee des Kochtreffens so begeistert, dass sie nun ehrenamtlich verschiedene Kochtreffen im Stadtteil organisiert. Unterstützung und Hilfestellung hiefür erhält sie in der Anlaufstelle sowie durch die verschiedenen Akteure/Akteurinnen in Eppendorf.

Ein solches Netzwerk innerhalb der Nachbarschaft, kann für Menschen eines jeden Alters profitabel sein. Besonders für Menschen im höheren Lebensalter sind nachbarschaftliche Strukturen sehr wertvoll und können durch die niedrigschwellige Unterstützung zu einem längeren Verbleib in der eigenen Wohnung beitragen. So können Nachbar:innen beispielsweise bei schweren Einkäufen oder ähnlichem unter die Arme greifen. Menschen im höheren Alter können hingegen z.B. ihr Wissen und ihre Fertigkeiten an andere weitergeben.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir ein Netzwerk schaffen, welches beispielsweise eine solche gegenseitige Unterstützung ermöglicht. Im Rahmen regelmäßiger Treffen soll das Netzwerk mit Ihren Themen, Wünsche, Ideen, Anregungen etc. gestaltet werden. Nur durch Ihr Wissen über das Leben in Eppendorf und Ihre Ansichten kann das Netzwerk ausgebaut werden.

Eppendorf  soll weiter zu einem Quartier ausgeweitet werden, indem jede Person das findet, was er oder sie benötigt.

Sie sind Bürger:in Eppendorfs und möchten das Leben und die Teilhabe von Senior:innen im Quartier aktiv gestalten? Dann kontaktieren Sie Frau Hanna Sophie Eggert unter den unten genannten Kontaktdaten.

Wir freuen uns darauf Sie kennenzulernen!

Hanna Sophie Eggert

Koordination Quartiersprojekt
Telefon 040 4669-643
Mobil: 0177 54 59 626
E-Mail